SPD und GRÜNE setzen sich für Busbeschleunigung ein

Heiko PanzerDie rot-grüne Zählgemeinschaft will das Busfahren in Osnabrück attraktiver machen. „Hierzu arbeiten Stadtverwaltung zusammen mit den Stadtwerken und der PlaNOS an einem Maßnahmenkatalog, der nach unseren Vorstellungen schnellst möglich umgesetzt werden soll“, erklärt Heiko Panzer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Jens Meier von den GRÜNEN ergänzt: „Wir wollen durch verschiedene Maßnahmen wie der Vorrangschaltung von Ampeln, der Einrichtung von Bus-/Umweltspuren oder zentraler Umsteigepunkte für PKW, Rad und Bus, das Busfahren in der Stadt Osnabrück attraktiver machen.“ Mit einem Antrag in der kommenden Ratssitzung will die Zählgemeinschaft den Akteuren den Rücken stärken und dafür sorgen, dass der Maßnahmenkatalog schnell in die Umsetzung kommt.
Des Weiteren sei es unerlässlich, die Busplaner der Stadtwerke stärker bei der Steuerung von Ampelschaltungen und der Erschließung von Wohn- und Gewerbebereichen einzubinden. An verschiedenen neuralgischen Punkten verliere der Bus heute extrem viel Zeit, obwohl er eigentlich gegenüber dem Individualverkehr im Vorteil sein sollte. „Nach Auskunft der Stadtwerke ist eine Einsparung von Betriebskosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro jährlich möglich, wenn unsere Stadtbusse im Durchschnitt auf der Gesamtstrecke nur 1 km/h schneller fahren könnten. Dies ist eine lohnende Überlegung, kommt sie doch dem Stadtsäckel zu Gute, gewinnt man Zeit und kann trotzdem Sparen“, erläutern Meier und Panzer.
Der Einbau von sogenannten „Berliner Kissen“, die den PKW-Verkehr verlangsamen, die Busse der Stadtwerke, bedingt durch den breiten Achsstand, aber nicht stören, seien ein weiterer, kleiner Baustein hin zu einem attraktiveren Busverkehr in der Stadt. Auch der zusätzliche Rückbau von Busbuchten zu Haltestellen auf der Straße solle Verkehrsunfälle vermeiden. Aber auch die Pendlerströme haben die Verkehrspolitiker im Blick. „Wir wollen natürlich auch, dass der Bus für Berufspendler eine echte und schnellere Alternative darstellt. Da sind zum Beispiel in zweiter Reihe geparkte Paketzusteller ein echtes Hindernis im Straßenverkehr. Hier wären Parkbuchten speziell für die Zustellung von Paketen ein Ansatz, der in anderen Städten schon heute praktiziert wird,“ so Meier und Panzer abschließend.

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