"Nachhaltige Haushaltskonsolidierung bedeutet nicht, bewährte Stützpunkte eines sozialen Miteinanders zu zerschlagen. Die Alte Kasse ist nicht nur für die Menschen im Stadtteil unverzichtbar. Sie setzt außerdem ein Zeichen für engagierte und erfolgreiche Arbeit, die selbst unter Sparzwängen nicht bestraft werden darf", erklärten für die SPD-Fraktion deren finanzpolitische Sprecher Nils Peters und der familienpolitische Sprecher Uli Sommer.

In ihrer Sitzung am Montag hatte sich die SPD-Fraktion einstimmig gegen den Verwaltungsvorschlag gestellt, den Zuschuss für die Einrichtung zu streichen. Peters: "Angesichts der maroden, vor allem durch bundes- und landespolitische Fehlentscheidungen herbeigeführten Haushaltslage sind unpopuläre Sparmaßnahmen natürlich unumgänglich. Wir sollten uns aber davor hüten, gewachsene Sozialstrukturen zu zerschlagen, denn Folgekosten können langfristig teurer sein als kurzfristige Spareffekte."

Uli Sommer wies darauf hin, dass allein im jüngst vorgestellten Jahresbericht des Teams der Alten Kasse überzeugend belegt werde, dass der städtische Zuschuss sehr sinnvoll in gut angenommene Stadtteilkultur-, Kinder-, Jugend-, Familien- sowie Seniorenprojekten investiert werde. "Das Haus ist nicht nur für Hellern, sondern auch für das angrenzende Stadtgebiet ohne Alternative und zur Heimat breiten bürgerschaftlichen Engagements geworden. Gerade dieses darf nicht zerschlagen werden. Wir brauchen es gerade in Zeiten öffentlicher Finanzkrisen besonders", ist sich der SPD-Sprecher sicher.

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