"Obwohl wir uns sehr intensiv mit den Begründungen der Verwaltungsspitze befasst haben, haben wir bislang keine überzeugenden Fakten und Argumente gehört, die einen Umzug der städtischen Kunstschule an den Stadtrand rechtfertigen. Solange sich daran nichts ändert, sind wir eindeutig gegen die Verlagerung", stellten der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning und der finanzpolitische Sprecher Nils Peters fest.

Als „fragwürdigen Stil“ bezeichneten es die beiden SPD-Sprecher, dass die Verwaltung die Kulturausschussmitglieder jetzt lapidar in einer Mitteilungsvorlage darüber informiere, der Umzug nach Eversburg werde nunmehr vorbereitet. Henning: „Es war allen Akteuren hinreichend bekannt, dass wir uns bislang gemäß eines Fraktionsvotums gegen den Umzug ausgesprochen haben. Und zur Ratssitzung am kommenden Dienstag haben wir eine umfangreiche Anfrage zum Thema gestellt, um allen Ratsmitgliedern die Möglichkeit zur Meinungsbildung zu geben. Jetzt sollen offenbar trotzdem Fakten geschaffen werden.“

Henning forderte die Verwaltung dringend auf, alle Umzugsplanungen und Vertragsabschlüsse zu stoppen, ehe sich die gewählten Mandatsträger eine Meinung gebildet haben. „Dazu gehört auch die Prüfung der Umbaukosten in Eversburg sowie der Alternative, die vormalige Stadtteilbibliothek privat zu vermieten, um neue Einnahmen zu erzielen“, ergänzte Nils Peters.

„Klar ist es für uns, dass eine so gewichtige Frage wie die Verlagerung einer zentralen Kultureinrichtung an den Stadtrand vom gewählten Rat und nicht allein von der Verwaltung entschieden werden darf“, schloss der Vorsitzende.

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