"In der Verwaltung der Stadt Osnabrück und ihren Tochtergesellschaften muss aus Gründen des Klima- und Ressourcenschutzes der Einsatz von Recyclingpapier deutlich erhöht werden." Dies fordern die Fraktionsvorsitzenden von SPD, Ulrich Hus, und GRÜNEN, Michael Hagedorn, vor dem Hintergrund der Ergebnisse des Wettbewerbs "Papieratlas 2008 - Recyclingfreundlichste Stadt Deutschlands".
Mit dem Papieratlas 2008 wurden erstmals die Daten zum Papierverbrauch der deutschen Städte über 100.000 Einwohner, die erreichten Einsatzquoten für Recyclingpapier sowie die Effekte für den Klimaschutz ermittelt. Aachen wurde mit einem Recyclingpapieranteil von 100 Prozent als recyclingfreundlichste Stadt ausgezeichnet. Den zweiten Platz belegen gemeinsam die Städte Essen und Oldenburg. "Auch die Stadt Osnabrück hat sich an dem Wettbewerb - wenn auch mit nur äußerst mäßigem Ergebnis - beteiligt. Bei einem Gesamtverbrauch von 21.454.400 Blatt Papier betrug der Anteil von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel im Bürobereich der Stadt Osnabrück lediglich 2.296.500 Blatt (12,78 Prozent)", stellen Ulrich Hus und Michael Hagedorn mit Bedauern fest. Der Anteil von holzfreiem Büropapier betrug hingegen 19.108.150 Blatt, was 87,21 Prozent entspreche. Diese Zahlen untermauerten nachdrücklich den Handlungsbedarf für die Stadt Osnabrück. "Das Beschaffungswesen der Stadt Osnabrück und ihrer Tochtergesellschaften muss auf die Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ausgerichtet werden. Die städtischen Dienstanweisungen sind in diesem Sinne neu zu fassen", fordern Ulrich Hus und Michael Hagedorn abschließend.

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