Im Konflikt um die Öffnung von Spielflächen der Altstädter Grundschule appelliert für die SPD-Ratsfraktion der Fraktionsvorsitzende Ulrich Hus sowie der familienpolitische Sprecher Uli Sommer an die Beteiligten, der gefundenen Lösung zuzustimmen. "Es geht hier ausschließlich um feste Spielzeiten, die es in der Innenstadt genauso geben muss wie anderswo", stellte Sommer klar, der das Engagement jener Eltern als "vorbildlich und nachahmenswert" lobte, die den ehrenamtlichen Schließdienst in Eigenverantwortung regelten, wodurch auch in den Feien auf dem Pausenhof der Altstädter Grundschule bis 18 Uhr, im Sommer bis 20 Uhr gespielt werden dürfe. Optimistisch stimmen die Ratsmitglieder aktuelle Leserbriefe in der NOZ wie auch persönliche Gespräche, in denen Anlieger viel Verständnis für das Spielbedürfnis von Kindern und ein gemeinsames Miteinander zwischen Alt und Jung gezeigt hätten. "Wir erwarten, dass alle Beteiligten die gefundene Lösung als Chance begreifen und die neue Entwicklung in Ruhe abwarten", empfahl Sommer.
Für Ulrich Hus spiegelt sich im Streit um Spielflächen für Kinder ein grundsätzliches Problem der modernen Gesellschaft wider: "Wir können nicht einerseits über die Folgen einer überalterten Gesellschaft mit ihren gravierenden Auswirkungen auf das Sozialsystem klagen und uns gleichzeitig dagegen wehren, wenn sich Familien mit Kindern für deren Interessen einsetzen. Kinderlärm ist Zukunftsmusik, in der Osnabrücker Altstadt ebenso wie andernorts", schloss der SPD-Sprecher.

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