SPD-Fraktion zeigt Unverständnis für Vonovia-Kuschelkurs

 „Es waren wohltuende Worte die Oberbürgermeister Griesert in seiner diesjährigen Handgiftenrede an all die Schwarzmaler hinsichtlich der Baustellenabwicklung und Neumarktentwicklung gerichtet hat. Richtig ist, dass es sicherlich immer kleine Rädchen gibt, an denen geschraubt werden kann, damit eine optimalere Vorgehensweise bei Bauprojekten in Osnabrück erreicht werden kann. Diese müssen auch genutzt werden. Aber eine dauerhafte, immer wieder kehrende Rummoserei am Baustellenmanagement ist hingegen kontraproduktiv und schadet am Ende der Stadt Osnabrück“, so Frank Henning, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat und Susanne Hambürger dos Reis, verkehrspolitische Sprecherin der Rats-SPD.


„Völliges Unverständnis zeigen wir als SPD-Fraktion hingegen beim Kuschelkurs von OB Griesert mit dem DAX-Unternehmen Vonovia. Ohne jede Not wird hier ein Finanzunternehmen in Schutz genommen, welches aktuell in Osnabrück auf dem Wohnungsmarkt verbrannte Erde hinterlässt“, so Henning weiter. „Gerade noch hält der OB schützend seine Hand über die Vonovia, so wird im gleichen Atemzug darüber berichtet, wie die hoffnungsvolle Aussage des Vonovia-Norddeutschland-Chefs bei der NOZ-Podiumsdiskussion („Mieten am Markt vorbei“) jedoch zu keinen Reaktionen am Markt, nämlich zu Senkungen von Mieten im Schinkel von bis zu 10,50 € pro m², führen. Lippenbekenntnisse in der Öffentlichkeit sind das eine, die Realität ist eine andere: ausschließlich Gewinnmaximierung und Verdrängung von Mietern, da renovierte Wohnungen nicht mehr bezahlbar sind“, führt Hambürger dos Reis weiter aus. Auch die Praxis der Nebenkostenabrechnungen ist zu hinterfragen (siehe hierzu:http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vonovia-wie-der-wohnungskonzern-seine-mieter-schroepft-a-1238110.html)
„Vor diesem Hintergrund ist die SPD-Fraktion um so fassungsloser über die Aussagen unseres Stadtoberhauptes, dessen vorrangige Aufgabe es doch sein muss, eine Stadtgesellschaft zu unterstützen, die alle Bürgerinnen und Bürger mit einbezieht. Großkonzernen nicht weh zu tun und nach dem Mund zu reden gehört sicherlich nicht dazu“, so die beiden SPD-Politiker abschließend. 

 

 

 

 

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