"Die Position von Herrn Brickwedde, nur durch Ausweisung neuer Baugebiete ließe sich der Einwohnerschwund stoppen, ist Denken von gestern", kommentierten der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Hus sowie Ratsherr Nils Peters, Mitglied des Stadtentwickungsausschusses, eine Stellungnahme des CDU-Spechers. Abgesehen davon würden laufend neue Bauflächen in mehr als ausreichender Zahl ausgewiesen.

Hus kritisierte, dass mit so genannten "Alarmmeldungen" der Eindruck erzeugt werde, irgendjemand verweigere sich der Schaffung neuen Wohnraums. "Wer solch einen Eindruck vermittelt, will offenbar jede sachliche Diskussion über zukunftsgerechte Alternativen verhindern", betonte Hus. Denn eine stabile Bevölkerungsentwicklung sei in erster Linie das Ergebnis einer attraktiven sozialen und kulturellen, insbesondere aber familiengerechten Infrastruktur. Attraktive Natur- und Naherholungsflächen gehörten ebenfalls dazu. "Hohe Bedeutung haben für uns deshalb nach wie vor Elemente wie Flächenrecycling, Bauen in der 2. Reihe, Baulückenprogramme und verdichtete Bebauung", betonte Nils Peters. Außerdem stünde - neben einer Realisierung sehr zahlreicher aktueller Bebauungspläne - die Frage der Zukunft von alsbald leerstehenden 1500 britischen Wohneinheiten an, die auf absehbare Zeit am Markt seien.

Besonders heftig kritisierte Hus die Ankündigung des CDU-Sprechers, eine Zustimmung zum Haushalt von einem Ja zum Bebauungsplan Knollstraße abhängig zu machen. "Mit solch einem Junktim zweier Themenkomplexe, die nichts miteinander zu tun haben, wird Herr Brickwedde als Vorsitzender einer großen Fraktion seiner Verantwortung für das Wohl dieser Stadt in keinster Weise gerecht!"

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