"Junge Menschen haben ganz eigenständige Ausdrucks- und Darstellungsweisen, die mehr als bei Erwachsenen Sensibilität, Kreativität und Fantasie entfalten. Deshalb muss die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen verstärkt als spartenübergreifende Schwerpunktaufgabe begriffen werden, die soziale Schranken überwinden hilft", fordern die beiden Sprecherinnen des SPD-Arbeitskreises Kultur, Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler und Beate Lechler in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Die Verwaltung soll deshalb durch einen Ratsantrag damit beauftragt werden, einen zusammenfassenden Bericht mit einem Umsetzungsteil zu erarbeiten, der einen kompletten Überblick über möglichst alle Akteure und Aktivitäten im Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Osnabrück gibt und Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Aspekte, die dabei besonders beleuchtet werden sollen, sind unter anderem die verstärkte Kooperation von kommunalen Einrichtungen, die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Milieus, Schwerpunkte in Stadtteilen sowie Finanzierungsfragen.

"Kulturelle Bildung ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und trägt zur emotionalen und sozialen Entwicklung sowie zur Integration in die Gemeinschaft bei", betonen die beiden SPD-Sprecherinnen. Kinder und Jugendliche müssten daher – ungeachtet ihrer sozialen Herkunft - intensiver als bisher an Kultur herangeführt werden.

Für eine verstärkte Zusammenarbeit kommen nach SPD-Auffassung die klassischen Bildungsträger wie Kindergärten, Schulen und Kultureinrichtungen ebenso in Frage wie Kunst- und Kulturschaffende sowie ehrenamtliche Kulturmitarbeiter in Vereinen. Einbezogen werden sollen auch die Träger der kulturellen Kinder- und Jugendbildung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe.